Wie Marketer den ROI von KI belegen können. Ein Dmexco-Recap
Die Frage ist kurz, aber CEOs und CFOs stellen sie derzeit oft: „Was hat uns KI eigentlich gebracht?“ Während vor Kurzem noch der Wandel von der Faszination zur Anwendung im Fokus stand („From Wow to How“), fordert das C-Level jetzt die nächste Stufe ein: „How much?“ Denn vage Zukunftsvisionen und Versprechen zahlen keine Rechnungen. Wer künftig KI-Budgets sichern will, muss den ROI schwarz auf weiß belegen. Doch das fällt Marketern aktuell gar nicht so leicht.
Google nutzte die diesjährige Dmexco als Bühne, um den Beweis anzutreten, dass KI Wachstum nicht nur verspricht, sondern tatsächlich liefern kann. Und zeigte Marketern, wie sie Gemini sowie neue KI-gestützte Features bei der Google Suche und YouTube nutzen können, um messbaren Business Impact und handfesten ROI zu erzielen. Das belegen auch die Zahlen: Für jeden Euro, der weltweit in die Google Suche investiert wird, erhalten Marken im Schnitt sechs Euro zurück.1
Wie KI die Spielregeln von Inspiration und Suche neu schreibt
Wenn es etwas gibt, das sich durch KI immer weiter entwickelt, dann ist es die Google Suche. Konsumentinnen und Konsumenten tippen längst nicht mehr nur einzelne Suchworte in ein starres Feld. Stattdessen stellen sie ganze Fragen, sprechen mit ihrem Smartphone oder laden ein Foto hoch, um Produkte zu finden. Interne Daten von Google zeigen, dass Suchanfragen im KI-Modus dreimal länger sind als herkömmliche Suchanfragen.2 Und weil das Suchen dadurch noch einfacher wird, wird auch noch viel mehr gesucht: Getrieben vor allem von den 18- bis 35-Jährigen sind Suchanfragen aktuell auf einem Allzeithoch von fünf Billionen pro Jahr.3 Die Übersicht mit KI zählt jeden Monat weltweit bereits 2,5 Milliarden Nutzerinnen und Nutzer4 und der KI-Modus hat gut ein Jahr nach seiner Einführung die Marke von einer Milliarde monatlicher Nutzerinnen und Nutzer geknackt.5
Für Unternehmen entstehen dadurch mehr Gelegenheiten, entdeckt zu werden. Eine KI-gestützte Customer Journey weist im Schnitt zehn Touchpoints auf – dreimal mehr als ohne KI.6 Und weil drei von vier Nutzerinnen und Nutzern bestätigen, dass KI-Features in der Google Suche ihnen helfen, schnellere und sicherere Kaufentscheidungen zu treffen,7 verkürzt sich die Zeit zwischen Inspiration und Kauf.
Doch wie bleiben Marketer an den relevanten Touchpoints sichtbar? Für die organische Reichweite zählen weiterhin die Grundpfeiler starker Markenführung: Getreu dem Motto „Gutes SEO ist gutes GEO“ belohnen auch generative KI-Systeme nutzerzentrierten Content. Bei Suchkampagnen gehören ellenlange Keyword-Listen der Vergangenheit an, weil Gemini die tatsächliche Suchabsicht versteht und passgenaue Anzeigen ausspielen kann. Da die KI direkt in Google Ads integriert ist, kann sich die Kampagnenleistung zudem mit jedem Modell-Update verbessern.
Das sind die neuesten Innovationen:
- AI Max: Passt Werbebotschaften in der Suche automatisch an komplexe Anfragen an und erzielt im Schnitt 27 Prozent mehr Conversions bei vergleichbarem CPA/ROAS.8 Ein neues Reporting-Feature zeigt dabei lückenlos die gesamte Search Ads-Journey, um dem C-Level den ROI von KI-Investitionen nachzuweisen. Der Fashion-Händler Bonprix verknüpfte seinen Produktkatalog mit AI Max, um die echte Intention hinter mehrzeiligen Anfragen zu matchen: 44 Prozent mehr Neukundinnen und Neukunden, 22 Prozent niedrigere Akquisitionskosten und eine 15,3 Prozent höhere Conversion-Rate.
- AI Brief: Ermöglicht es Marketern wie bei einem Agenturbriefing, der KI feste Regeln, Markenwerte und No-Gos in gewöhnlicher Alltagssprache vorzugeben, damit die Markenidentität trotz Automatisierung gewahrt bleiben kann.
- Ads in Übersicht mit KI & KI-Modus: Platziert Anzeigen nativ direkt in generativen KI-Antworten (aktuell in den USA verfügbar).
- Business Agents for Leads: Sind direkt in Search Ads eingebunden. Nutzerinnen und Nutzer stellen Fragen zum Produkt oder vereinbaren Termine; KI nutzt Website-Inhalte, um sofort präzise zu antworten – Unternehmen erhalten dadurch qualifiziertere Kontakte.
Rethinking Commerce: Wie das Zusammenspiel der “Full Family” echten Business Impact schafft
Wer mit KI nachhaltiges Wachstum realisieren will, darf Kanäle auch nicht mehr in Silos denken: Markenaufbau und Abverkauf müssen in einem Ökosystem nahtlos miteinander verschmelzen. Schließlich bewegen sich auch Konsumentinnen und Konsumenten längst nicht mehr in starr linearen Bahnen. Auf ihrem Weg von der ersten Inspiration bis zur Transaktion springen sie zwischen Suchen, Streamen, Scrollen und Shoppen hin und her. Bei der konkreten Produktauswahl vergleichen sie Angebote immer seltener selbst, sondern überlassen die aufwendige Recherche intelligenten Assistenten. Aus E-Commerce wird Agentic Commerce.
Dadurch gewinnen Verbraucherinnen und Verbraucher wertvolle Zeit für das, was beim Einkaufen am meisten begeistert: das Stöbern und Entdecken. In genau dieser Inspirationsphase bilden YouTube und die Google Suche die perfekte Symbiose. Denn in 74 Prozent der Kaufprozesse, bei denen Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland neue Marken, Produkte oder Dienstleistungen entdecken, verwenden sie Google oder YouTube.9 Die Videoplattform unterstützt Marketer dabei, spontane Begehrlichkeiten zu wecken, die anschließend in der Google Suche aufgegriffen und in Conversions übersetzt werden. Die Reichweite ist enorm. Monatlich erreicht YouTube mit 57 Millionen Nutzerinnen und Nutzern 80 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 16 Jahren10 – und das zum Teil auch noch exklusiv: 39 Prozent der YouTube Shorts-Nutzenden sind über alternative Formate wie TikTok oder Instagram Reels nicht erreichbar.11
Der Modehändler Bonprix hat die Abverkaufsstärke von YouTube getestet – mit einem YouTube Shoppable Masthead. Indem das Kampagnenvideo direkt mit dem eigenen Produktkatalog verknüpft wurde, verwandelte sich der Werbespot in ein interaktives Schaufenster, in dem Produkte sofort anklickbar waren. Das Ergebnis im Vergleich zum Standard-Masthead ohne Sofortkauf-Funktion zeigt eindrucksvoll, wie die direkte Verknüpfung von Inspiration und Kaufoption wirkt: Shoppable Mastheads generierten siebenmal mehr Klicks bei 87 Prozent geringerem CPC und 173 Prozent mehr Conversions.
Doch nicht jede Kaufentscheidung fällt spontan. Wo Konsumentinnen und Konsumenten tiefere Vergleiche anstellen oder spezifische Details prüfen wollen, bleibt die Suche das maßgebliche Fundament. Das Zusammenspiel im Google-Ökosystem ist also eindeutig: YouTube weckt die Lust auf ein Produkt und die Suche liefert die verlässlichen Fakten vor dem Kauf. Zusammen begleiten beide Plattformen die Kundschaft ohne Umwege von der ersten Idee bis in den Warenkorb.
Die Macht der Creator*innen: Wie Vertrauen in ROI übersetzt wird
Dass das Ökosystem aus YouTube und Google als Wachstumsmotor funktioniert, liegt vor allem an einem Faktor: Creatorinnen und Creator. Sie verwandeln reine Aufmerksamkeit in echte Glaubwürdigkeit. So wurde YouTube zur #1-Videoplattform für Streaming, Creator Content und Kaufentscheidungen.12
Für Marken ist diese Nähe ein beispielloser Hebel: Empfiehlt eine Creatorin oder ein Creator ein Produkt auf YouTube, schnellt die Suchwahrscheinlichkeit für die Marke durchschnittlich um das 13-Fache in die Höhe, während sich die Kaufwahrscheinlichkeit sogar verfünffacht.13 Diese Wirkung schlägt sich direkt in harten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen nieder. Im direkten Vergleich erzielte YouTube in Deutschland laut Media-Mix-Modellierungen zwischen 2023 und 2025 einen um 90 Prozent höheren ROI als klassische Fernsehwerbung und schnitt mit einem um 70 Prozent höheren ROI auch gegenüber Paid Social deutlich stärker ab.14
Damit Unternehmen effizient mit Creatorinnen und Creatorn zusammenarbeiten können, hat Google in den vergangenen zwölf Monaten seine Pipeline an KI-gestützten Werbelösungen ausgebaut:
- Über YouTube Creator Partnerships finden Marken mithilfe von Gemini exakt jene Creator*innen, deren Zielgruppe und Tonalität zu den eigenen Unternehmenszielen passen.
- Mit dem Creator Partnership Boost lässt sich Creator Content nicht nur auf den Accounts der Creator*innen, sondern als skalierbare, bezahlte Werbeanzeige im gesamten Ökosystem ausspielen.
- Und über YouTube Affiliate Shopping können Produkte direkt im Video oder Short getaggt und verlinkt werden, sodass Konsumentinnen und Konsumenten aus der Empfehlung heraus mit einem einzigen Klick im Shop des Händlers kaufen können.
Eine Marke, die aktuell zeigt, wie erfolgreiches Creator-Marketing funktioniert, ist E.on. Gemeinsam mit YouTube Creator*innen und TV-Gesichtern macht der Stromversorger die Energiewende über das ungeskriptete 20-Minuten-Format „House of Power“ erlebbar. Das Ergebnis: Nach nur fünf Folgen verzeichnete die Serie bereits eine Watchtime von 176.000 Stunden. Die Brand Consideration bei Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern stieg um 24 Prozent.
Aus Versprechen wird Beweis
Auf der Dmexco wurde deutlich: Googles KI-Innovationen haben für Marketer einen klaren Mehrwert. Gemini antizipiert Konsumentenabsichten, weckt neue Nachfrage und kann den ROI maximieren. Google verknüpft dafür genau die zwei Orte, an denen Kaufentscheidungen heute entstehen: YouTube und die Google Suche.
Wer dieses Ökosystem konsequent nutzt, muss der Geschäftsführung nicht mehr lange erklären, was KI eigentlich bringt. Die Antwort steht am Ende schwarz auf weiß in den Zahlen: in Form von mehr Neukund*innen, höheren Verkäufen und messbarem Umsatzwachstum. Und falls doch noch mehr KPIs benötigt werden: IW Consult hat in der Studie „Der digitale Faktor“ Anfang 2026 das wirtschaftliche Gesamtpotenzial, das der Einsatz generativer KI für Deutschland generieren kann, bis 2034 auf 440 Milliarden Euro beziffert.
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