Keywords finden: Ein Leitfaden zur Keyword-Recherche
Die richtigen Suchbegriffe sind das Fundament jeder erfolgreichen Digitalstrategie. Aber wie sucht man nach Keywords, die tatsächlich den Umsatz steigern? Nur wenn Sie wissen, welche Keywords den Suchanfragen potenzieller Kunden entsprechen, können Sie Ihr Unternehmen genau in dem Moment präsentieren, in dem sie Ihre Produkte und Dienstleistungen benötigen. Glücklicherweise gibt es einen praktischen, unkomplizierten Weg, genau die Suchbegriffe zu finden, die Sie benötigen.
Keyword-Recherche: Die wichtigsten Konzepte
Was ist eine Keyword-Recherche? Gemeint ist der Prozess des Entdeckens, Analysierens und Auswählens von Suchbegriffen, die Menschen in Suchmaschinen wie Google eingeben. Diese Daten liefern die strukturelle Grundlage für Ihre Website-Inhalte und für effiziente Google Ads-Kampagnen. Eine sorgfältige Keyword-Recherche ersetzt bloße Vermutungen durch konkrete Belege für tatsächliches Nutzerverhalten.
Short-Tail- vs. Long-Tail-Keywords
Keywords werden nach Länge und Spezifität kategorisiert. Jeder dieser Faktoren bestimmt direkt das Suchvolumen, den Wettbewerb sowie die Kaufabsicht und prägt somit maßgeblich Ihre Strategie.
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Keyword-Typ |
Definition |
Beispiel |
Strategie |
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Short-Tail |
Weit gefasste Phrasen aus 1 bis 2 Wörtern mit enormem Suchvolumen und starkem Wettbewerb. | „Gewerblicher Landschaftsbau“ | Dient dazu, die allgemeine Markenbekanntheit zu steigern und Traffic am Anfang des Verkaufstrichters abzufangen. |
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Long-Tail |
Spezifische Phrasen ab 3 Wörtern mit geringerem Suchvolumen, aber deutlich höherer Kaufabsicht. |
„Umweltfreundlicher gewerblicher Landschaftsbau in München“ |
Dient dazu, hoch qualifizierte Leads zu generieren, die bereit für eine Kaufentscheidung sind. |
Nutzen für SEO und PPC
Ihre Suchstrategie basiert sowohl für bezahlte als auch für organische Kanäle in der Regel auf denselben grundlegenden Daten. Die Methode, mit der Sie SEO-Keywords ermitteln, wird auch angewendet, um Ihre Pay-per-Click-Anzeigengruppen (PPC-Anzeigengruppen) zu strukturieren. Wenn Sie wissen, wie Sie SEO-Keywords finden, können Sie Ihre Website optimieren und langfristig kostenlosen organischen Traffic generieren. Gleichzeitig können Sie in Google Ads auf genau diese absichtsstarken Suchbegriffe bieten, um die Lead-Generierung zu unterstützen.
Brainstorming und die Suchabsicht verstehen
Es mag überraschen, aber genaues Hinhören ist die Grundlage jeder erfolgreichen Keyword-Strategie. Die Art und Weise, wie Ihre Kundschaft Fragen, Kommentare und Bedenken formuliert, liefert äußerst wertvolle Informationen für die Keyword-Recherche.
- Verkaufsgespräche: Achten Sie genau darauf, wie potenzielle Neukunden ihre Fragen formulieren.
- Support-Tickets: Sehen Sie sich aktuelle Anfragen an, um zu verstehen, wie Nutzer ihre Probleme beschreiben.
- Onlinebewertungen: Lesen Sie positives und negatives Feedback, um wiederkehrende Themen zu erkennen.
Diese alltägliche Kommunikation enthält oft äußerst wertvolle Suchbegriffe. Versuchen Sie zu verstehen, wie potenzielle Kunden nach Informationen suchen und nutzen Sie Ihre Erkenntnisse, um das Problem, das Ihr Unternehmen löst, optimal zu formulieren.
Brainstorming von Start-Keywords
Sie können Ihre erste Themenliste entwickeln, indem Sie die zentralen Säulen Ihres Unternehmens aufschlüsseln. Wenn Sie einen Landschaftsbaubetrieb haben, könnten Ihre Säulen Begriffe wie „Rasenpflege für Unternehmen“, „gewerblicher Landschaftsbau“ oder „großflächige Baumfällung“ enthalten.
Anschließend können Sie diese Säulen mithilfe Ihrer Erkenntnisse aus dem direkten Kundenkontakt zu ersten Keyword-Listen erweitern. Durchsuchen Sie Branchenforen, um zu sehen, wie diese Themen online diskutiert werden. Sie können sogar generative KI-Tools nutzen, um eine Liste mit Synonymen und verwandten Konzepten zu erstellen und so die anfängliche Brainstorming-Phase schneller zu durchlaufen. Wenn Sie beispielsweise ein KI-Tool bitten, den Begriff „Rasenpflege für Unternehmen“ zu erweitern, erhalten Sie möglicherweise neue Start-Keywords für Ihre Liste wie „Grünflächenpflege für Gewerbeparks“, „Rasenmanagement von Wohnanlagen“ oder „umweltfreundliche gewerbliche Rasenpflege“.
Die Suchabsicht verstehen
Das sogenannte Intent-Matching entschlüsselt das eigentliche Ziel hinter der Suchanfrage eines Nutzers. Das Suchvolumen ist bedeutungslos, wenn die Suchabsicht nicht mit Ihrem Content-Angebot übereinstimmt.
Überlegen Sie, worin sich die Suchanfragen „Vorteile gewerblicher Landschaftsbau“ und „Notfall-Baumfällung für Gewerbeparks“ unterscheiden. Die erste Person sammelt Informationen, während die zweite sofort einen Dienstleister benötigt. Wenn Sie Ihren Anzeigentext und den Content Ihrer Landingpage genau auf diese Absicht abstimmen, verbessern Sie Ihre Conversion-Raten und senken Ihren Cost-per-Acquisition (CPA).
Ausrichtung auf Long-Tail-Keywords
Long-Tail-Keywords sind oft ein Signal für Personen, die sich weiter unten im Marketing-Trichter befinden und kurz vor einer Kaufentscheidung stehen. Die Ausrichtung auf diese spezifischeren Suchanfragen kann Ihnen helfen, den typischerweise stärkeren Wettbewerb bei Short-Tail-Keywords zu umgehen und direkt mit potenzieller Kundschaft in Kontakt zu treten, die genau weiß, was sie will. Das ist eine häufige Strategie für kleinere Unternehmen, die über geringere Budgets als große Marken verfügen. Indem Sie sich auf sehr spezifische Phrasen aus mehreren Wörtern konzentrieren, ziehen Sie zwar eine kleinere, dafür aber deutlich qualifiziertere Zielgruppe an.
Den Keyword-Planer von Google nutzen
Der Keyword-Planer von Google ist das Standard-Tool der Branche, um das anfängliche Brainstorming mit tatsächlichen Suchdaten zu verknüpfen. Es ermöglicht Ihnen, von Vermutungen, wonach die Menschen suchen könnten, zu präzisen datengestützten Erkenntnissen zu kommen. Die Planung von organischen Inhalten und die Leistungsprognosen für bezahlte Kampagnen werden auf der Google Ads-Plattform kombiniert und der Keyword-Planer dient meist als zentraler Knotenpunkt für eine vollständige Strategie für das Suchmaschinenmarketing. Sie können sowohl SEO als auch PPC an einem Ort verwalten, ganz ohne teure Drittanbieter-Software.
Sie können den Keyword-Planer direkt in Ihrem Google Ads-Konto über das Menü „Tools und Einstellungen“ aufrufen. Im Keyword-Planer gibt es zwei wesentliche Funktionen, mit denen Sie die Startthemen aus Ihrem Brainstorming in verwertbare Messwerte verwandeln können.
Neue Keywords entdecken
Nutzen Sie die Funktion „Neue Keywords entdecken“, um Ihre ursprüngliche Liste zu erweitern. Sie können bis zu 10 Startphrasen wie beispielsweise „Rasenpflege für Unternehmen“ eingeben, um Hunderte verwandter Keyword-Ideen zu generieren.
Alternativ können Sie Ihre Konkurrenz analysieren: Geben Sie die URL eines konkurrierenden Landschaftsbaubetriebs ein, um die Suchbegriffe zu ermitteln, für die seine Website derzeit rankt. Sie können dadurch Lücken in Ihrer eigenen Content-Strategie aufdecken und weitere Begriffe finden, die Sie möglicherweise übersehen haben.
Suchvolumen und Prognosen abrufen
Sobald Sie eine gut ausgearbeitete Liste von Begriffen zusammengestellt haben, können Sie das Prognosetool verwenden, um sich historische Metriken und die geschätzte zukünftige Leistung anzusehen. Mit dieser Funktion können Sie Klicks, Impressionen und Kosten basierend auf Ihrem Budget und Ihrer geografischen Ausrichtung schätzen. Für unser Landschaftsbau-Beispiel bedeutet das, dass Sie abschätzen können, wie viele Klicks ein Budget von 500 € für „Notfall-Baumfällung“ generieren könnte, bevor Sie auch nur einen Cent für Werbung ausgeben.
Messwerte analysieren und Content zuordnen
Das Extrahieren von Daten ist nur der erste Schritt. Erst die Interpretation dieser Metriken hilft Ihnen, Ihre Ziele zu priorisieren und solidere Kampagnen zu entwickeln.
Durchschnittliche monatliche Suchanfragen
Die Spalte „Durchschnittliche monatliche Suchanfragen“ zeigt das anhaltende Suchvolumen für eine bestimmte Suchanfrage über einen Zeitraum von 12 Monaten. In neuen Google Ads-Konten oder solchen ohne aktive Werbeausgaben werden möglicherweise breite Datenbereiche (z. B. 1.000–10.000) anstelle präziser Zahlen angezeigt. Exakte, detaillierte Suchvolumina sind erst verfügbar, sobald Ihr Konto aktive Kampagnenausgaben hat.
Wettbewerb
Die Metrik „Wettbewerb“ – in den Kategorien „Niedrig“, „Mittel“ oder „Hoch“ – bezieht sich auf die Zahl der Werbetreibenden, die in Google Ads auf genau diesen Begriff bieten. Das bestimmt nicht nur den potenziellen Cost-per-Click, sondern dient auch als starker Indikator für die gewerbliche Absicht. Ein starker Wettbewerb in der bezahlten Suche signalisiert in der Regel ein äußerst wertvolles Ziel für Ihre organische Strategie. Wenn Mitbewerber bereit sind, einen Aufpreis für einen Klick zu zahlen, ist der Traffic höchstwahrscheinlich sehr wertvoll.
Ausgewählte Keywords zuordnen
Keyword-Daten bieten nur dann einen Mehrwert, wenn Sie sie effektiv auf Ihrer Website verwenden. Ordnen Sie Ihre Keywords spezifischen Landingpages zu. Verwenden Sie beispielsweise ein breit gefasstes Keyword mit hohem Suchvolumen, ein sogenanntes „primäres Keyword“, wie „Gewerblicher Landschaftsbau“ im H1-Tag und Title-Tag Ihrer Serviceseite für genau diese Dienstleistung. Nutzen Sie anschließend verwandte „sekundäre Keywords“ aus dem Long-Tail-Bereich wie „Gehwegpflasterung für Gewerbeparks“ im gesamten Fließtext. Gut strukturierte, hochrelevante Landingpages tragen zur Verbesserung Ihres Google Ads-Qualitätsfaktors bei, was wiederum Ihren Cost-per-Click senken kann.
Erste Schritte bei der Keyword-Recherche
Ganz gleich, ob Sie Rasenpflege für Unternehmen oder eine andere lokale Dienstleistung verkaufen: Wenn Sie genau wissen, wie Sie Keywords finden, die die tatsächliche Suchabsicht der Nutzer widerspiegeln, können Sie fundiertere Marketingentscheidungen treffen. Melden Sie sich noch heute in Google Ads an, um Ihre eigene integrierte Keyword-Recherche zu starten und mehr potenzielle Kunden zu erreichen.